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Mitten in der Allgäuer Festwoche

fixmer„Mitten im Epizentrum“ über Alkohol aufklären

Leben statt schweben Präventionsprojekt heuer auf Festwoche - Auftritte von Eisi Gulp

Von Sabine Beck | Kempten. Ab und an mal einen trinken - das ist nicht schlimm. Aber wenn der Alkohol als Problemlöser herhalten soll und in die Sucht führt, ist Schluss mit lustig. Das ist die Botschaft, die die Aktion „Leben statt schweben“ vermitteln soll. Seit 2004 gibt es das Projekt. Heuer ist „Leben statt schweben“ erstmals auf der Festwoche vertreten. Und zwar „mitten im Epizentrum zwischen Parkschenke und Bierzelt“, sagt Sabine Fixmer, pädagogische Fachberaterin beim Stadtjugendring.

Mit dem Song „Leben statt schweben“ von Alexander Burggraf und dem ebenso neuen Internetauftritt präsentiert sich „Leben statt schweben“ fast täglich auf der Festwoche. An dem Stand, so Fixmer, sollen Jugendliche wie Erwachsene Ansprechpartner finden, die sachlich über Gefahren und Folgen von Alkoholmissbrauch aufklären - „ohne das Thema generell zu verteufeln“. Zudem finden die Besucher des Stands unter anderem eine „Chill-out-area“ zum Entspannen mit kostenlosen alkoholfreien Getränken, einen Kicker, um über Spiele zwanglos ins Gespräch zu kommen, eine Wandzeitung und Infobroschüren. Wer möchte, kann einen Blick durch die „Rauschbrille“ werfen oder am „Selbsttest Alkohol“ teilnehmen. Höhepunkte sind die Auftritte von Eisi Gulp am 17. und 18. August. Seit Jahren unterstützt der Kabarettist die Aktion von Stadt und Stadtjugendring.

Bei der Vorstellung des Programms betonte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer, wie wichtig Präventionsarbeit gerade auch im Rahmen der Festwoche sei. Erfolgreich werde mit der Aktion geschafft, was man erreichen wolle: Junge Menschen vor Suchtabhängigkeit schützen, „ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben“. Und auch Schirmherrin Regina Liebhaber, Jugendbeauftragte des Stadtrats, hält die Festwoche für den geeigneten Rahmen, da man dort eben die direkte Begegnung mit Alkohol habe.

pk

Fotos_ AZ - Diemand